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Poetry Slam - 03.03. 23:00 Uhr - 00:00 Uhr

Der erste Lauterer Poetry Slam des Jahres 2009 findet am Dienstag, 03.03. um 20 Uhr im Benderhof (Richard-Wagner-Str.74) statt, der Eintritt ist wie immer frei!

Wir freuen uns, auch im neuen Jahr wieder auf nachdenkliche, skurille, humorvolle, auf jeden Fall aber interessante literarische Darbietungen.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, und mitmachen dürfen alle Interessierten: Jede/r Künstler/in hat max. sieben Minuten Zeit, um das Publikum zu begeistern und sich anschließend dem Voting der Zuhörer zu stellen.
Wer Lust hat, mitzumachen und einen eigenen Text vorzutragen, sollte sich bereits im Vorfeld mit uns in Kontakt setzen, um uns die Planung zu erleichtern. Kurzentschlossene können sich aber auch am Veranstaltungstag bei uns melden.

Wir sind gespannt, wer die erste Siegestrophäe des Jahres 2009 entgegennehmen darf, und freuen uns auf einen spannenden Slam!

Rezension

Das Gute an unseren Poetry – Slams: sie halten für ein paar Stunden ein paar junge Menschen davon ab, auf der Straße herumzulungern, einander zu hauen (auch Schießereien sind selten) oder dumme Sachen im Fernsehen anzuschauen. So war es auch in der gottlosen letzten Winternacht am Dienstag, dem 03.03. Im randvollen Benderhof freuten wir uns über einen sehr abwechslungsreichen Abend. Aber Du warst nicht da. Oder hast zumindest nicht geslamt.

Da sollte sich etwas ändern.

Und was gab es? Drei reinrassige humoristische Texte zu a) den bizarren Bräuchen umliegender Dörfer b) der Idee, dass man dumm glücklicher wäre c) Gewaltphantasien gegenüber longdrinksschlürfenden Frauen, die einem vermutlich den Freund ausgespannt haben. Dreimal jeweils extrem unterschiedliche Gedichte über Einsamkeit, Trennung und die kostbaren Momente im Leben. Ein Experiment in Sachen Intuition. Ein klassisch gerapptes Bekenntnis über das Gute und das Böse und warum der Rapper der richtige Mann ist, um darüber zu rappen.

Gewonnen hat zur allgemeinen Begeisterung Paul, der uns schon Vieles und Verschiedenes vortrug, mit seiner sehr sorgfältig ausgearbeiteten Phantasie über ein Leben „Dumm, aber glücklich“ Das wäre in seinen Augen fatal für die Fische im Aquarium bzw. seinen Tauchsieder, aber dafür gäbe es Verständnis, Geld und schöne Frauen hinterher geschmissen (wie wir gekränkten Halbdummen uns so was in harten Zeiten eben gerne einreden).

Wie immer bleiben, neben dem Rauch in der Kleidung, vor allem die Momente: das Grinsen bei einem schwerelos albernen Gedicht, ein wirklich gewagtes Catwoman – Kostüm, das Schlucken eines Vortragenden bei verschluckten Halbsätzen über eine Trennung. Und natürlich die Fische im Aquarium.

Alles wunderbar, aber wo waren Jane Austen, John Lennon oder Kermit der Frosch? Im Himmel, vermutlich, wie immer in gottlosen Nächten. Jetzt kann es Frühling werden.  

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